Montag, 27. April 2015

[Rezension] Ein Held für Wondla

cbj 
512 Seiten
16,99 €
Hardcover

Eva, die in Band 1 noch dachte sie wäre der einzige Mensch auf dem Planeten, landet zusammen mit ihrem guten Freund Wanderlin und dem Piloten Hailey in der Menschenstadt Neu Attika. Eva macht sich zusammen mit Hailey auf den Weg um sich in der Stadt registrieren zu lassen. Nach der Registratur wird sie dem Oberhaupt der Stadt Cadmus Pryde vorgeführt. Dieser ist total begeistert davon, dass noch ein lebender Mensch aus den Refugien, die sich außerhalb der Stadt befinden, existiert. Eva lernt daraufhin die Stadt kennen und ist von all den Eindrücken total begeistert. Doch der Schein trügt und Cadmus Pryde ist nicht der, der er zu sein scheint.

Den ersten Teil der Wondla-Reihe habe ich vor gut zwei Jahren begeistert gelesen. Das Buch war ein wunderschönes Leseerlebnis und konnte mich total überraschen. Von daher war meine Vorfreude auf den zweiten Band riesig! Ich muss sagen, dass ich wieder sehr gut in die Geschichte hineingekommen bin und mich an vieles, was in Band 1 geschehen ist, erinnern konnte. Dies zeigt mir, wie sehr mich die Geschichte auch nachhaltig beeindrucken konnte. Evas und Wanderlins Abenteuer geht in Neu Attika weiter und erstreckt sich am Ende wieder über die gesamte Welt von Oberon. Leider konnte mich der Part innerhalb Neu-Attikas nicht wirklich umhauen und überzeugen. Dies mag vielleicht an den ganzen Menschen liegen, die sehr unpersönlich und aufgesetzt wirken und ich mir daher wünschte, dass Eva die Stadt lieber früher als später verlässt.
Sobald die Geschichte jedoch in der Wildnis stattfindet, war ich total gefesselt. Denn Eva lernt dort jede Menge interessanter, aber auch gefährlicher, Wesen kennen.

Der Autor hat es wieder geschafft jede Menge facettenreiche Kreaturen zu erschaffen. Es gibt keine einfache Schwarz-/Weiß-Malerei, sondern hinter jedem Charakter verbirgt sich sowohl Gut wie auch Böse. Dies macht einen Teil meiner Faszination für dieses Buch aus, da niemand in dieser Geschichte unfehlbar ist. Das Buch ist an einigen Stellen sehr berührend, denn wie bereits im Vorgänger, wird nicht jeder kennengelernte Protagonist bis zum Ende mit dabei sein.

Wanderlin, Evas bester Freund, versucht ihr viele Lebensweisheiten zu vermitteln. Es geht vor allen Dingen um die Themen Vorverurteilung, Vertrauen und Vergebung. Außerdem spielen Macht, Kontrolle, Freiheit und Freundschaft wichtige Rollen in dieser Geschichte. Mich hat „Ein Held für Wondla“ mit seinen Botschaften sehr zum Nachdenken angeregt.

„Ein Held für Wondla“ enthält einige Science Fiction Elemente und auch Fantasyfans werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
Die Bilder zu Beginn eines jeden Kapitels sind ein Traum! Somit kann man sich die verschiedenen Wesen deutlich besser vorstellen. Wie bereits in Band 1, gibt es am Ende des Buches eine Landkarte von Orbona sowie das orbonische Alphabet zu bestaunen.

Für mich gehört die Wondla-Reihe zu den Reihen die eindeutig viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten. Denn die Botschaft des Buches regt selbst erwachsene Leser zum Nachdenken an. Die Charaktere sind vielschichtig und lassen sich nicht einfach in Gut und Böse unterteilen. Auch die Fantasyelemente sind wunderbar ausgearbeitet und die Illustrationen an den Kapitelanfängen sind ein Traum. Sie machen das Buch zu einem wahren Schatz! Da ich mich der erste Teil der Geschichte nicht ganz so überzeugen konnte wie der Rest, gibt es von mir 4 von 5 Hörnchen und den Hinweis darauf, euch diese Reihe einmal genauer anzusehen!




1. Die Suche nach WondLa
2. Ein Held für WondLa
3. The battle for Wondla
(bisher nur im Englischen erschienen)

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