Freitag, 3. April 2015

[Rezension] WARP 2 - Der Klunkerfischer

392 Seiten
16,95 €
Hardcover

Klappentext: 
Chevie Savano ist ins 21. Jahrhundert zurückgekehrt. Aber durch ihre Reise in die Vergangenheit hat sich der Zeitenlauf verändert. Die halbe Welt befindet sich nun im Krieg und Chevie soll zur Soldatin ausgebildet werden. Doch glücklicherweise gibt es auch in dieser Gegenwart eine WARP-Kapsel, mit der sie ins 19. Jahrhundert zurückkehren kann, um den Zeitstrahl wieder geradezubiegen. Im Jahr 1899 hat sich Riley unterdessen mit dem ehemaligen Gangsterboss und Klunkerfischer Otto Malarkey verbündet. Denn es gibt einen neuen Gegner: FBI Agent Colonel Box, der sich seit dreißig Jahren in den Katakomben von London versteckt, plant einen Aufstand, der den Lauf der Geschichte verändern wird.

Meine Meinung: 
Chevie ist zurück in der Zukunft. Allerdings nicht in der Zukunft die sie bisher kannte, sondern in einer von Colonel Box übernommenen Version. Durch Chevies Reise in die Vergangenheit hat sich der Verlauf der Zeit stark verändert. Zudem kann die „neue“ Chevie sich nicht an ihr altes Leben sowie ihre Reise in die Vergangenheit erinnern. Im London des Jahres 1899 steht Riley dem König der Rammböcke Otto Malarkey gegenüber, der Geld von ihm eintreiben möchte. Schnell wird jedoch klar, dass der eigentliche Gegner Colonel Box heißt.

Gleich zu Beginn des Buches wird der Leser in einer kurzen Zusammenfassung zu Band 1 wieder mit ins Boot geholt. Die Geschichte wird danach abwechselnd aus der Sicht von Chevie und Riley erzählt. Die Zeitreiseströme werden durch unsere Helden wieder gehörig durcheinander gewirbelt, dennoch waren die Ideen und Erzählungen für mich zu jeder Zeit logisch und nachvollziehbar.
Eoin Colfer hat einen sehr humorvollen Schreibstil, der einen wunderbar zu unterhalten weiß. Zudem wird eine Liebesgeschichte eingebaut, die ich bei diesen beiden Personen nicht erwartet hätte und die mich herrlich amüsieren konnte. Dennoch wird in diesem zweiten Band sehr viel Wert auf Action und Spannung gelegt.

In diesem Buch sind es vor allen Dingen die Charaktere, die das Buch zu etwas ganz besonderem machen. Chevie hat mit einer gespaltenen Persönlichkeit zu kämpfen, währenddessen Riley schlauer und mutiger wirkt als noch in „Der Quantenzauberer“. Er versteckt sich nun nicht mehr so schnell hinter Chevie, sondern versucht der Gefahr selbst ins Auge zu sehen. Jedoch ist es Otto Malarkey, der König der Rammböcke, der für mich die interessanteste Entwicklung durchlaufen hat. Sein Charakter ist sehr vielschichtig und zieht den Leser in seinen Bann.  
Aber auch die neu eingeführten Charaktere können auf ganzer Linie überzeugen. Vor allen Dingen die beiden Thundercats Witmeyer und Vallicose sind ein sehr unterhaltsames Duo und sorgten bei mir für einige Lacher. Auch die Entwicklung der beiden könnte nicht unterschiedlicher verlaufen. Zudem sorgt Malarkeys Butler Figary für frischen Wind auf der Seite der Guten.
Interessant fand ich es, den Bösewicht Colonel Box näher kennenzulernen.

Fazit:
Für mich war dieser zweite Band eine kleine Leseüberraschung. Vor allen Dingen die Charaktere sind es, die das Buch zu etwas besonderem machen. Eoin Colfer baut gekonnt neue Personen ein, vernachlässigt jedoch nicht die bereits Bekannten und sorgt nebenbei für eine packende und actionreiche Story. Der zweite Teil der WARP-Reihe ist für mich kein typischer Zwischenband. Er gefiel mir im Endeffekt sogar besser als der erste Band. Ich vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

 

Reihe
1. Der Quantenzauberer
2. Der Klunkerfischer
3. The Forever Man
(erscheint im Juni 2015 auf Englisch)

 Challenges
Tink vs. Rani AufgabeBuch 21 von 100 gelesen
Disney: Dreiarmleuchter Lumiere

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