Montag, 21. Dezember 2015

[Rezension] Die Vertriebenen 1 - Flucht aus Camp Eden

432 Seiten
8,99 €
Taschenbuch


Owen Parker lebt in einer Welt, die durch die Klimaerwärmung nahezu unbewohnbar geworden ist: Um den tödlichen Strahlen der Sonne zu entfliehen, haben die Menschen ihre Städte unter riesige Kuppeln verlegt. Bei einem Tauchunfall im Feriencamp entdeckt Owen außergewöhnliche Fähigkeiten an sich. Fähigkeiten, die der Menschheit das Überleben ermöglichen könnten. Gemeinsam mit seiner attraktiven Tauchlehrerin Lilly sucht er einen Weg, die Gabe zu begreifen und zu kontrollieren. Doch damit schrecken die beiden dunkle Kräfte auf, die diese Suche um jeden Preis verhindern wollen.

Owen hat riesiges Glück als er bei einer Auslosung einen der begehrten Plätze in einem Feriencamp erhält. Während einer Schwimmübung dort geht Owen unter und müsste eigentlich Tod sein. Jedoch entdeckt er besondere Fähigkeiten an sich selbst und überlebt. Nicht zuletzt auch Dank der Beatmungsversuche der attraktiven Betreuerin Lilly. Diese teilt ihm mit, dass er einer der wenigen Campbewohner ist, dem hier im Camp Kiemen gewachsen sind. Wie kann dies sein und warum interessiert sich der Campleiter auf einmal so sehr für ihn?

Aufgrund einer Klimakatastrophe und den dadurch entstandenen starken UV-Strahlungen ist ein Leben an der Oberfläche der Erde fast nicht mehr möglich. Große Teile der Welt bestehen nur noch aus Wüstengebieten. Jedoch gibt es noch ein paar wenige Kuppeln unter denen das Leben möglich ist.
Die Beschreibungen des Autors zu der Klimakatastrophe und den daraus resultierenden Folgen fand ich gut und ausführlich beschrieben. Oftmals wird dieser Punkt in anderen Büchern etwas schwammig gehalten, aber in diesem Fall konnte ich mir den Hintergrund sehr gut vorstellen.

Zu Beginn des Buches habe ich mich sehr über einen männlichen Protagonisten gefreut. Owen ist ein Außenseiter im Camp, aber dennoch ein Sympathieträger für den Leser. Trotzdem er mir sympathisch war, konnte ich keine große Bindung zu ihm aufbauen. Seine Taten und Abenteuer ließen mich leider ziemlich kalt. Genauso erging es mir auch mit den anderen Charakteren. Daher konnte mich die eingebaute Liebesgeschichte auch nicht wirklich berühren oder packen.

Auf den ersten gut 300 Seiten erfahren wir sehr viel über das Campleben. Nur leider passiert sehr wenig relevantes für die Handlung in dieser Zeit. Daher musste ich mich durch diesen Teil des Buches quälen. Es gibt einfach zu viele Beschreibungen und die Geschichte geht nur schleppend voran. Erst auf den letzten 100 Seiten nimmt die Geschichte ordentlich an Fahrt auf. Die Geschehnisse überschlagen sich sogar und konnten mich teilweise überraschen.

Der Mythos rund um Atlantis nimmt leider auch erst sehr spät Form an. Auch hier hätte ich mir gewünscht, dass wir eher etwas zu diesem Thema erfahren. Die Idee dahinter kann sich nämlich allemal sehen lassen.
Eine willkommene Abwechslung sind die eingestreuten Befehle der Techniker in Owens Köper, die gut zu unterhalten wissen.

Die ersten 300 Seiten drehen sich hauptsächlich um das Campleben und es kommt wenig Spannung auf. Am Ende jedoch überschlagen sich die Ereignisse, hier hätte ich mir eine bessere Aufteilung gewünscht. Die Idee rund um das Thema Atlantis ist wirklich interessant und konnte mich überzeugen.
Am Ende reicht es zu sehr guten 3 von 5 Hörnchen.


Reihe
1. Flucht aus Camp Eden
2. Die Prophezeiung von Desenna (erscheint im Februar 2016)
3. Heimkehr in die verlorene Stadt (erscheint im Mai 2016)

 Challenges 
Tink vs. Rani Aufgabe: Buch 80 von 100 gelesen


Vielen Dank an Heyne fliegt für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplares!

Kommentare :

  1. Guten Abend mein liebstes Bücherhörnchen ♥

    Zum Glück leuchten am Himmel Sterne, sonst würde ich DICH und dein warmes Büchernest gar nicht im dunklen Dezemberabend finden :) Auf der FBM habe ich das Buch schon gesichtet, aber ich lesen sooo selten Bücher aus der Sicht von männlichen Protas (außer bei New Adult die sind was anderes^^) - das ich bisher erstmal die Augen zugekniffen habe und der Geschichte nicht mehr viel Aufmerksamkeit geschenkt habe... Muss ich mich schämen? *lach&seufz*

    Auf jedenfall hast du mich nun wieder richtig neugierig gemacht, es klingt nach einer Mischung aus Shadow Fally, Percy Jackson, Die Auserwählten Trilogie und und und ... und bei alldem klingt es trotzdem nach etwas Neuem, arrrgggg, wie fies! Denn bei mir ziehen dieses Jahr definitiv keine Bücher mehr ein -außer der Weihnachtsmann bringt noch eines- obwohl ich in Moment im Turbo-Modus lese :D

    Deine Buchgedanken sind immer wieder aufregend und bei dir weiß ich einfach, dass die Meinung ehrlich - und für mich sehr hilfreich ist! Danke das es DICH und deine Buchwelt gibt <333

    Fühl dich lieb gedrückt und geknutscht ♥
    Deine Leslie

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    1. Huhu meine allerliebste Fee <3,

      ohh du warst auch auf der FBM? Das ist irgendwie an mir vorbeigegangen. :-( Wann warst du dort? Ich leider nur am Donnerstag und Freitag.

      Schämen musst du dich auf gar keinen Fall. Bei männlichen Protas ist das ja wirklich immer so eine Sache. Eigentlich lese ich gerne mal ein Buch aus männlicher Sicht, aber hier konnte ich irgendwie keine Bindung zu Owen aufbauen.

      Der Weihnachtsmann wird dir bestimmt noch das ein oder andere Buch vorbeibringen. Ja, Shadow Falls und Percy Jackson trifft es ganz gut. Auch wenn es in meinen Augen nicht ganz mit den Reihen mithalten konnte.

      Ganz lieben Dank für deinen liebevollen Kommentar. Es freut mich wirklich sehr, dass meine Rezi für dich hilfreich war.

      Drück dich ganz toll und dicken Knutscher zurück.
      Liebste Grüße Sandra ♥♥♥

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  2. Huhu Sandra,
    die Reihe hört sich ja ganz interessant an. Auch, dass der Protagonist männlich ist, ist mal was anderes. Leider habe ich schon oft feststellen müssen, dass gerade beim männlichen Autoren die Liebesgeschichte nicht so fesselnd ist. Ist dir das auch schon aufgefallen?
    Ganz liebe Grüße Tanja

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    1. Hey Tanja,

      der männliche Prota war für mich auch ein Ausschlag das Buch zu lesen. Ich finde es auch eine tolle Abwechslung. Und ja ich muss dir zustimmen, meistens bekommen die männlichen Autoren die Liebesgeschichte nicht ganz so packend hin.

      Ganz liebe Grüße
      Sandra

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