Donnerstag, 15. Dezember 2016

[Rezension] Sommer in St. Ives

416 Seiten
14,99 €
Klappenbroschur



Lola Lessing stehen turbulente Wochen bevor: Gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Geschwistern reist die junge Frau nach Cornwall, um ihrer Großmutter Elvira einen letzten Wunsch zu erfüllen. Denn Elvira möchte ihre Lieben noch einmal um sich haben, und zwar in dem charmanten Fischerdorf St. Ives, wo sie den glücklichsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Niemand ahnt, dass Elvira hier einst ihre große Liebe gefunden hatte — und dass die ganze Familie kurz davor steht, in Elviras geheimnisvolle Vergangenheit einzutauchen und den überraschendsten Sommer ihres Lebens zu verbringen …

Lola wird von ihrer Großmutter Elvira eingeladen gemeinsam mit ihren Eltern, ihrer Schwester und ihrem Bruder sechs Wochen bei ihrer Großmutter in Cornwall zu verbringen. Die Familie ist verwundert. Was hat Elvira an die Küste Cornwalls nach St. Ives verschlagen? Schließlich ist Elviras Mann erst vor einem Jahr verstorben. Lola ahnt nicht, dass dieser Sommer voller Offenbarungen steckt und die Liebe gleich um die nächste Ecke wartet.

 Normalerweise lese ich solche Bücher eher selten, dennoch war die Geschichte eine nette Abwechslung zu all meinen sonstigen Büchern. Die Autorin schafft es einen zum Träumen anzuregen. Am liebsten möchte man selbst seine Koffer packen und nach St. Ives fahren, denn der Ort wird sehr detailliert beschrieben. Oft kam es mir vor, als würde ich mit Lola durch die Gassen von St. Ives laufen. 

Gut gefallen hat mir, dass wir nicht nur eine Geschichte präsentiert bekommen, die in der heutigen Zeit spielt, sondern auch eine Geschichte, die vor über 60 Jahren am selben Ort stattfindet. Daher kommt es, dass man Stück für Stück in die Lebensgeschichte von Lolas Großmutter eintaucht und sie mehr und mehr versteht. Wirkt sie zu Anfang des Buches unnahbar und kalt, versteht man gegen Ende des Buches wie sie zu dieser Person geworden ist und warum sie einen Schutzwall um sich gezogen hat. 

Die Charaktere mögen zwar etwas klischeehaft dargestellt sein, dennoch konnte ich mich gut in die jeweilige Person hineinversetzen. Dieser Sommer steckt voller Offenbarungen für den Leser und Lola. Daher erlebt man so einige Überraschungen (die vielleicht an mancher Stelle schon etwas vorhersehbar sind). Lolas Familie besitzt einen hohen Unterhaltungswert. Oftmals fliegen zwischen Lolas Mutter und Großmutter die Fetzen, die Schwester ist super korrekt und das totale Arbeitstier, der Vater ist einfach nur stiller Beobachter und der Bruder ist die einzige Person mit der sich Lola auf einer Wellenlänge fühlt.

Die Geschichte ist durchaus abwechslungsreich, dennoch musste ich mich manchmal etwas dazu zwingen das Buch weiterzulesen. Es konnte mich ab und an nicht wirklich an seine Seiten fesseln. 

Wer gerne ein paar Sommergefühle im kalten Winter haben möchte, macht mit diesem Buch nichts falsch. Diese Familiengeschichte weiß durchaus zu unterhalten und zu überzeugen, was eindeutig an der sehr unterhaltsamen Großfamilie liegt.
Knappe 4 von 5 Hörnchen.




Kommentare :

  1. Huhu Sandra,
    hm... ich bin mir nicht sicher, ob das ein Buch für mich ist, gerade, weil du schreibst, dass dich die Geschichte an einigen Stellen nicht so zu fesseln wusste.
    Ich finde es aber gut, dass du antizyklisch handelst und hier mal ein Sommerbuch vorstellst :o) Ich plane auch gerade meinen nächsten Urlaub in der Sonne. <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Hey Tanja,

      irgendwie war mir mal nach einem Sommerbuch im Winter. Und obwohl ich schön eingemummelt auf meinem Sofa das Buch gelesen habe, kam das Sommerfeeling super an.
      Das mit dem nicht so fesseln, könnte vielleicht daran liegen, dass ich das Genre sonst eher nicht so lese.
      Oh wie schön, weißt du schon wo es hingeht?

      Ganz liebe Grüße
      Sandra

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  2. Hallo meine Liebe <3

    Hmm Familiengeschichte? Könnte was für meine Mutter sein *grübel* Für mich ja eher weniger, aber ich denke, ich werde ihr mal den Klappentext zeigen, denn 4 Sterne von dir deuten darauf hin, dass es sooo schlecht nicht sein kann ;) Meine Mutter mag zwar eigentlich lieber so "historisch" angehauchte Familiengeschichten (sie mag die Reihe von Jeffrey Archer oder von Ken Follett fand sie diese Reihe um die "Kinder der Freiheit" toll). Mal sehen, was sie sagt :)

    Liebe Grüße
    Laura

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    1. Huhu liebste Laura, <3

      meine Mutter hat das Buch auch gelesen und fand es gut. Sie liest zwar eher Krimis und Thriller, aber ab und an verschlägt es sie dann auch mal in dieses Genre.
      Und genau, es war wirklich unterhaltsam und mal eine nette Abwechslung. Ich bin gespannt, was sie zum Klappentext sagen wird :-)

      Liebe Grüße
      Sandra

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  3. Huhu Sandra-Schatz <3

    ich musste beim Cover ja erst mal schmunzeln, weil das Buch ja nicht deinem typischen Lesegeschmack entspricht. Aber recht hast du, manchmal ist es schön, etwas anderes zu lesen. Und es ist natürlich echt toll, dass dir die Geschichte gefallen hat :)

    Liebste Grüße, Küsschen,
    Ally

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    1. Huhu meine liebe Ally, <3

      :-D das stimmt, es ist wirklich kein typisches Sandra-Buch. Aber ab und an brauch ich mal etwas anderes als meine typischen Genres. Und dann bin ich auch noch gegen den Strom geschwommen, da ich es im Winter gelesen habe ;-)

      Liebste Grüße und Küsschen
      Sandra

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