Donnerstag, 9. Oktober 2014

[Rezension] Atemnot

352 Seiten
14,99
Hardcover

Inhalt:
Jennas Eltern beschließen Jenna aufgrund ihrer psychischen Probleme von ihrer alten Schule wegzuversetzen. Für Jenna beginnt somit ein neues Leben an einer neuen Schule in der niemand, außer einigen Lehrern, weiß was in ihrer Vergangenheit passiert ist. Leider hat vom ersten Tag an eines der beliebtesten Mädchen sie auf dem Kieker. Aber da ist ja noch der sympathische und einfühlsame Lehrer Mr. Anderson, der ihr den Schulalltag ein wenig leichter macht. Doch dann holt Jennas Vergangenheit sie wieder ein...

Meine Meinung: 
Ich habe selten ein Buch gelesen was mich emotional so gepackt und mitgenommen hat wie dieses hier. Und diese Aussage will bei mir schon etwas heißen! Ich heule selten bei Büchern und auch ansonsten mag ich es gerne realistisch und lebensnah. Dieses Buch brachte mich manchmal jedoch zur Verzweiflung, da sich in der Geschichte Leid und Elend der gesamten Protagonisten immer mehr zuspitzen. Das Leid ist förmlich greifbar und für Personen mit zartem Gemüt könnte das Buch ein wenig zu viel des Guten sein.
 
Das Buch handelt von ernsten Themen wie psychische Erkrankungen, Alkoholprobleme, Verdrängungsängsten und dem Problem des Ritzen. Einige Dinge regen einen zum nachdenken an. An vielen Stellen konnte ich mich in die Charaktere hineinversetzen und verstand ihre Beweggründe. Die Autorin hat es wunderbar geschafft zu vermitteln, warum eine Person ein Alkoholproblem hat oder eine andere Person sich selbst ritzt. Dies macht das Buch zu etwas besonderem. 

Wie bereits erwähnt konnte ich mich wunderbar in Jenna hineinversetzen. In manchen Augenblicken war ich genauso wütend und fassungslos wie sie über das Verhalten ihrer Eltern. Ich verstand warum und weshalb sie Gefühle für Mr. Anderson entwickelte und erlebte intensiv ihre Geschichte mit.

Gut gefallen hat mir, dass wir nur stückchenweise mehr über Jennas Vergangenheit erfahren und die hat es wirklich in sich! Allgemein tappt man an einigen Stellen im Dunkeln und wird erst am Ende des Buches ans Licht geführt. Leider blieben in meinen Augen ein paar Fragen unbeantwortet. 

Das Ende an sich könnte nicht jedermanns Geschmack sein. Für mich ist es allerdings genau passend. Ein anderes Ende hätte ich mir bei dem Buch auch gar nicht vorstellen können! 

Fazit: 
Wer eine etwas andere Geschichte voller Angst, Wut, Trauer und starken Gefühlen lesen möchte, sollte auf jeden Fall zu Atemnot greifen. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass es in dieser Geschichte wenig Gutes gibt. Ich vergebe sehr gute 4 Hörnchen für dieses tolle Buch!




Kommentare :

  1. Oh man, Atemnot scheint echt gut gewesen zu sein, dabei bin ich mir nicht ganz so sicher, ob das was für mich wäre. Manchmal stecke ich auch in so einer blöden Situation und finde alles scheiße, ich weiß nicht so genau, ob ich damit klarkommen würde.

    Liebe Grüße,
    May

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  2. Hallo May,
    ich muss sagen, dass mir das Buch zu Anfang nicht so gefallen hat. Ich musste mich erst an all die Dramen gewöhnen. Danach hat es mich aber begeistert! Wenn du mal etwas anderes lesen möchtest, solltest du es auf jeden Fall lesen!
    Liebe Grüße
    Sandra

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