Samstag, 20. Juli 2019

[Rezension] Das Labyrinth des Fauns


320 Seiten
20,00 € / 16,99 €
Hardcover / eBook

Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen.
Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?

 
 Im Jahr 1944 zieht die junge Ofelia mit ihrer Mutter zu ihrem neuen Stiefvater. Dieser ist als General tätig und momentan mitten in Spanien stationiert, um eine Gruppe Rebellen zur Räson zu treiben. Ofelia merkt schnell, dass ihr neuer Vater es nur auf das ungeborene Kind im Bauch der Mutter abgesehen hat, Ofelia und ihre Mutter sind ihm total egal. Ofelia verirrt sich gleich an einem ihrer ersten Tage mitten im Wald in einem Labyrinth, wo sie auf den geheimnisvollen Faun trifft. Dieser teilt ihr mit, dass sie die lang gesuchte Prinzessin eines unterirdischen Reiches ist. 

Vor gut 10 Jahren habe ich den Film „Pans Labyrinth“ gesehen und war damals sehr begeistert von diesem. Als ich nun erfuhr, dass dieser Film in Buchformat niedergeschrieben werden soll, wurde ich gleich hellhörig. Als ich dann auch noch den Namen des Autors las, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Cornelia Funke zählt nämlich schon seit etlichen Jahren zu meinen Lieblingsautoren. Auch wenn mir die Reckless Reihe nicht so gut gefällt, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Meine Erinnerungen an den Film waren nur noch sehr schwammig und so ging ich total unvoreingenommen an das Buch heran.
Die Geschichte ist ein spannender Mix aus Realität und Fiktion. Die Realität ist dabei so gemein, grausam und brutal, wie das echte Leben nun einmal sein kann. Aber auch die Fiktion verlangt Ofelia einiges ab. Und dem Leser wird schnell klar, dass es sich hier nicht um ein fröhliches Märchenbuch handelt. 

Gut gefallen hat mir, dass Cornelia Funke zehn kurze Märchen aus dem Reich unter der Erde in die Geschichte eingebaut hat. Diese handeln nämlich versteckt oder auch offensichtlich von realen Handlungen aus der Welt der Menschen. Dieses Zusammenspiel ist perfekt und verwebt das märchenhafte mit unserer realen Welt noch einmal um ein vielfaches mehr.

 Die Stimmung im Buch ist ab der ersten Seite sehr bedrückend und traurig. Man leidet mit Ofelias Mutter (die gar nicht merkt wie ihr böse mitgespielt wird) und Ofelia sehr mit. Immer wieder hofft man, dass Ofelia einen Ausweg aus ihrer Lage findet.
Als absolut böser Charakter steht über allem ihr Stiefvater, der General. Er besitzt eine große Spannbreite an Gewalttätigkeiten und schreckt vor nichts zurück.

Die Altersangabe ab 14 Jahre finde ich in Ordnung vielleicht etwas grenzwertig. Ich denke, hier muss jeder individuell betrachten, ob er sich an so eine Geschichte herantraut. Das Buch ist grausam und brutal. Hier sollte man selbst am besten einschätzen können, ob man in dem Alter schon bereit für so eine Geschichte ist. Freude und Glück sucht man hier an vielen Stellen vergebens.

In einem Leserbrief, der dem Buch beiliegt, richtet sich Cornelia Funke an ihre Fans und erläutert, warum dieses Projekt eine wahre Herzensangelegenheit für sie ist. Zudem erfährt man, dass sie ganze Dialoge aus dem Film übernommen hat. Ob ich dies nun gut oder schlecht finde, kann ich auch nach dem Lesen des Buches immer noch nicht abschließend sagen. Da ich kaum noch Erinnerungen an den Film habe, kann ich keine Aussage darüber treffen, wie viele Dialoge eins zu eins übernommen wurden.

Wer hier ein fröhliches Märchen, welches mit unserer realen Welt verwoben ist, erwartet, der wird enttäuscht. Das Labyrinth des Fauns ist düster, dramatisch, packend und emotional. Obwohl ich schon den Film kannte, hat mich dieses Buch emotional dennoch sehr mitgenommen. Der Mix aus Fantasie und Realität funktioniert in dieser Geschichte auf perfekte Art und Weise.
Am Ende bekommt Ofelia von mir sehr, sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

 
Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare :

  1. Hey Lieblings-Sandra <3,

    es freut mich immer noch, dass dir das Buch so gut gefallen hat. Wie du weißt, kenne ich den Film „Pans Labyrinth“ nicht, aber dass, was du über die Story geschrieben hat, gefällt mir, deshalb werde ich mal nach dem Film suchen. Ob ich das Buch lesen werde, weiß ich noch nicht, aber neugierig hast du mich darauf auf jeden Fall gemacht.

    Liebe Grüße,
    Uwe

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Lieblings-Uwe, <3

      ich kann dir den Film nur empfehlen. Und da Buch und Film sehr nah beieinander liegen ist der Film auf jeden Fall eine sehr gute Alternative zum Buch.
      Ich bin gespannt, ob und wann du den Film gucken wirst. Sag mir auf jeden Fall Bescheid, wenn es soweit sein sollte. :-)

      Liebe Grüße
      Sandra

      Löschen
  2. Huhu Sandra-Schatz, <3

    das Buch ist inzwischen auch bei mir eingezogen, aber wann ich dazu kommen werde es zu lesen, steht in den Sternen. Den Film kenne ich, wie du ja weißt, nicht. Die Geschichte klingt aber auf jeden Fall sehr hart, da muss die Zeit des Lesens auch einfach passen. Ich mag den Mix aus Realität und Märchen aber definitiv. Und Cornelia Funke kann es einfach, ihre Tintenwelt ist großartig. Reckless hingegen war mir tatsächlich zu langweilig, sodass ich da auch nicht weiter gelesen habe.

    Liebe Grüße,
    Ally

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Ally-Schatz, <3

      oh ja bei diesem Buch muss man auf jeden Fall Lust auf eine etwas düstere und brutalere Geschichte haben. Ich finde, so eine Geschichte kann man nicht zu jeder Zeit lesen. Und ich kann dir den Film auch nur empfehlen, falls du eine Alternative zum Buch haben möchtest.
      Und bei Cornelia Funke sind wir uns absolut einig: die Tintenwelt war genial, Reckless leider nicht mehr so toll.

      Liebe Grüße
      Sandra

      Löschen
  3. HI liebe Sandra,

    das Buch sieht man ja aktuell überall, ich habe es bisher allerdings noch nicht so sehr ins Auge gefasst. Dass es so brutal und düster ist, hätte ich jetzt gar nicht gedacht und ich wusste auch nicht, dass es dazu einen Film gibt. Wahrscheinlich würde ich mir eher mal den Film anschauen. Es freut mich aber sehr, dass dir das Buch so gut gefallen hat.

    Liebe Grüße
    Desiree

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi liebe Desiree,

      ich kann dir den Film nur ans Herz legen, wenn du kein Problem mit etwas Brutalität, Dramatik und einer etwas bedrückenden Geschichte hast. Ich habe ihn zwar nur einmal gesehen, fand ihn aber super. Es ist allerdings auch so ein Film den man nicht so oft gucken kann. ^^

      Liebe Grüße
      Sandra

      Löschen

Über einen Kommentar von euch freue ich mich sehr!

Bitte beachte, dass du mit Absenden eines Kommentars und beim Setzen eines Hakens für weitere Benachrichtigungen auf Folgekommentare Du Dich einverstanden erklärst, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Username, E-Mailadresse, verknüpftes Profil auf Google/ Wordpress) eventuell abgespeichert und von Blogger / Google weiterverarbeitet werden.

Weitere Informationen findest Du hier: Datenschutzerklärung (verlinkt).